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Der Bluesfest-Sommer beginnt mit einer Ausstellung

Clemens Weller entdeckt sich selber auf einem Bild, das Martin Feldmann im Juli 1989 beim elften Bluesfest aufgenommen hat und das nun in der Galerie im Alten Schloss hängt. Es zeigt den Pianisten und Sänger Kenny Moore (1951-1997); der junge Clemens steht, bestens ausgeleuchtet, rechts im Publikum.

Clemens Weller entdeckt sich selber auf einem Bild, das Martin Feldmann im Juli 1989 beim elften Bluesfest aufgenommen hat und das nun in der Galerie im Alten Schloss hängt. Es zeigt den Pianisten und Sänger Kenny Moore (1951-1997); der junge Clemens steht, bestens ausgeleuchtet, rechts im Publikum.


Kulturschmiede und IG Kunst präsentieren eine Retrospektive 25 Jahre Bluesfest i im Alten Schloss. Zur Eröffnung spielen Bluesfest-Veteranen im Schlosshof.

Es herrschten im Wortsinn ruinöse Zustände, als im Sommer 1978 im Hof des Alten Schlosses die Bühne für das erste Gaildorfer Bluesfest aufgestellt wurde.
In der Galerie oben hängt ein Foto vom Aufbau, das eine von Wind und Wetter zerfetzte Fassade und eine leer gähnende Fensteröffnung zeigt. Seinerzeit, erzählt Matthias Lübke, wäre es einigen „maßgeblichen“ Leuten in Gaildorf am Liebsten gewesen, das „alte Glump“ würde abbrennen oder einstürzen.

Jugendbewegte Ursuppe
Es ist Samstagabend und Matthias Lübke steht im Hof des zum Schmuckstück, allerdings auch noch lange nicht endgültig sanierten Schlosses auf der Bühne und erinnert: an das einstige Jugendzentrum im Alten Schloss, an die Gründung der Kulturschmiede, Besuche beim Jazzfestival in Montreux – die jugendbewegte Ursuppe, aus der seinerzeit ein erstes Konzertchen kroch, das sich dann über die Jahrzehnte zu einem kraftstrotzenden Festival gemausert hat, das von den Fans geliebt wird und in der internationalen Bluesszene höchste Anerkennung genießt.

Das 25. Bluesfest, das nun vor der Tür steht, ist Anlass für diese Rückkehr in
den Schlosshof, bei der natürlich auch der Blues gespielt wird: Big Pete aus
den Niederlanden ist da, ein großgewachsener Hut- und Sonnenbrillenträger
und Bluesharp-Animateur vor dem Herrn. In seiner Band zwei Bluesfest-Veteranen: Chris Rannenberg klopft spinnenfingrig und in routinierte Gelassen-heit den Rhythmus aus den Klaviertasten, der Gitarrist Alex Schultz gibt Paroli
mit gewaltigen Riffs, Phrasen und Läufen. „Die jammern ja gar nicht“, staunt
grinsend eine Besucherin, die den Blues offenbar für etwas grundsätzlich Wehleidiges hält.

Es gibt aber auch keinen Grund zum Jammern. Oben in der Galerie haben die Kulturschmiedinnen und -schmiede zusammen mit der IG Kunst eine Ausstellung aufgebaut, die Einblicke in die Geschichte des Bluesfestes gewährt und die jüngere Gaildorfer Kulturgeschichte feiert. Zur Begrüßung sprachen Kultur-schmiedin Carola Kronmüller und Bürgermeister Frank Zimmermann; die Einführung in die Ausstellung wurde dann von meiner Wenigkeit gehaspelt.

Nächstes Jubiläum in 2018
Die Ausstellung kann aber durchaus für sich selbst sprechen. Es gibt dort großartige Bilder von großartigen Fotografen zu sehen, Zeichnungen, Schallplatten, T-Shirts, Plakate und andere Devotionalen sowie eine vierzigminütige Dia-Show, in der, so wird versichert, jedes, aber auch wirklich jedes Bluesfest berücksichtigt wird.

Matthias Lübke fällt insofern aus dem Rahmen, als er in seiner Ansprache dem nächsten Jubiläum vorgreift: 2018 wird der vierzigste Geburtstag der Kulturschmiede gefeiert. Ein heute „unverstellbares gesellschaftliches Klima“, so Lübke, habe seinerzeit geherrscht, als die heutigen Kulturschmiede noch jung waren und sich selbstbewusst einen Raum im Alten Schloss sicherten, um dort
ein selbstverwaltetes Jugendzentrum zu etablieren.

Bewegte Zeiten
Der Geist der 68er wehte durch jene Zeit, er weckte Phantasie, Kreativität und den Mut, neue Wege zu beschreiten und als Gegengewicht zur Konsumkultur eine Soziokultur zu etablieren, die aus Interesse rührt und in der gesellschaftlichen Basis wurzelt.

Eigene T-Shirts – mit geklautem Logo – hätten sie getragen seinerzeit im Jugendzentrum, berichtet Lübke, und, bis sie aufflogen, das Bierverbot mit dem Ausschank einer „Tagessuppe“ umgangen. Und außerdem, das ist dann aber
doch ein bisschen stark, hätten sie das Interesse der Gaildorfer an dem „alten Glump“ geweckt, das manche am liebsten abgerissen gesehen hätten.

Text zum Foto: Clemens Weller entdeckt sich selber auf einem Bild, das Martin Feldmann im Juli 1989 beim elften Bluesfest aufgenommen hat und das nun in
der Galerie im Alten Schloss hängt. Es zeigt den Pianisten und Sänger Kenny Moore (1951-1997); der junge Clemens steht, bestens ausgeleuchtet, rechts
im Publikum.

Bildergalerie Rundschau (22 Fotos) auf:

Die Freitickets fürs Bluesfest sind verlost
Acht Einzelkarten fürs kommende 25. Gaildorfer Bluesfest hatte die RUNDSCHAU zu verlosen und wurde geradezu überschwemmt von Einsendungen. Und prompt gab’s ein Problem: Auf der ersten gezogenen Karte standen zwei Namen.
Manfred und Sabine Kratz aus Gaildorf müssen sich nun halt einigen, wer das Gewinner-Ticket kriegt.

Weitere Gewinner sind: Ute Böhme und Jürgen Böse aus Gaildorf, Franziska Eifrig und Kerstin Mayer, die keinen Wohnort mitgeteilt haben, Jürgen Offner aus Freiburg, Martin Pregizer aus Gschwend und Jutta Veth aus Hall.
Nicht-Gewinner müssen nicht verzagen. Der Vorverkauf fürs 25. Gaildorfer Bluesfest läuft noch bis zum 30. Juni, Karten gibt’s in Gaildorf bei der Buchhandlung Schagemann und bei Büro & Café Heinz sowie in Schwäbisch Hall bei den Kollegen vom Haller Tagblatt und bei der „apfel hilfe“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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