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"Hallo Gaildorf"

Siegfried „Siggi“ Karcher vor mehr als 30 Jahren, als er noch Mitglied der von ihm mitgegründeten Oberrheinischen Bluesgesellschaft war

Siegfried „Siggi“ Karcher vor mehr als 30 Jahren, als er noch Mitglied der von ihm mitgegründeten Oberrheinischen Bluesgesellschaft war


Siegfried „Siggi“ Karcher ist Teil des Gaildorfer Bluesfests, seine Ansagen
sind legendär. Morgen schlüpft er wieder in sein „kultiges“ Jeansjäckle und erklimmt die Festival-Bühne. Den Rest erzählt er im Interview mit der RUNDSCHAU.


Er hat seit vielen Jahren das erste Wort auf der Gaildorfer Bluesfest-Bühne. Und auch das letzte. Der Heidelberger Bluesfreak Siegfried „Siggi“ Karcher (Jahrgang 1955) moderiert, sagt an und auch durch, peitscht ein. Seine klaren und lauten Ansagen im unverwechselbaren kurpfälzischen Dialekt gehören einfach dazu wie seine unverwüstliche ärmellose Jeansjacke. Das RUNDSCHAU-Interview zum Festival.

Hallo Siggi, die Vorbereitungen für die 25. Auflage des Gaildorfer Bluesfests sind in trockenen Tüchern. Jetzt bist du, der Moderator, gefragt. Alles wartet auf die morgige Eröffnung, dein „Hallo Gaildorf!“ Freust du dich?

Siggi Karcher: Klar! Und wie! Nebenbei bemerkt, bin ich ja weniger als Moderator denn als Durchsager und so eine Art „Einpeitscher“ tätig. Der Applaus muss schon gleich von Anfang an da sein. Auch und besonders für die Helfer und die erste Band des Abends, die es naturgemäß am schwersten hat.

Deine Ansagen genießen längst Kultstatus. Kannst du dir das erklären?

Ich vermute mal, weil das ein bisschen über die Jahre schon eine Art Ritual geworden ist und weil die Fans, die öfter kommen, genau wissen, dass das, was nach meinen Ansagen kommt, in der Regel ihre Erwartungen übertreffen wird. Da passt dann die Stimmung von Anfang an.

Kannst du dich an deine ersten Ansagen im großen Zelt auf der Kocherwiese erinnern?Nicht so ganz, das ist ja mittlerweile gut 30 Jahre her.

Du hattest dich ja bereits 1978 nach Gaildorf „verirrt“, als das Bluesfest aus der Taufe gehoben wurde – damals als Musiker…

Ich hab’ da eigentlich zunächst weniger als Musiker damit zu tun gehabt, zuallererst mal als Fan. Auch denke ich nicht, dass man angesichts der intensiven Bemühungen meiner Freunde Bernd Schwarz und Achim Ungerer und ihrem zahlreichen Freundeskreis aus der Gegend um Bad Friedrichshall da direkt von „verirrt“ reden kann. Aber dass ich später, 1983, noch beim Gaildorfer Festival mit der Oberrheinischen Blues­gesellschaft auf die Bluesfest-Bühne durfte, war schon ein Highlight in meinem damaligen Leben.

Deine alte verwaschene Jeansjacke ohne Ärmel, ein echtes Bluesfest-Markenzeichen, das einfach dazugehört - hält sie überhaupt noch durch?

Genau genommen sind das mittlerweile zwei. Und beide sind, trotz gelegentlicher Gegenmaßnahmen, im Stadium fortschreitender Auflösung. Aber: noch geht’s.

Kommen wir zum diesjährigen Programm: Auf welche Musiker freust du dich am meisten?

Das Programm ist auch dieses Mal wieder bombig zusammengestellt, da ist es schwer, einen Favoriten oder eine Favoritin herauszupicken. Aber gut: Ich würde Kirk Fletcher wählen. Ein enorm vielseitiger Gitarrist mit passendem Spielwitz. Singen kann er auch. Den hatte ich ja auch sowieso auf meiner persönlichen Wunschliste. Ja, und dann freue ich mich noch besonders auf die Matchbox Bluesband vor dem Schloss mit meinen langjährigen Freunden Klaus Kilian und Bernd Simon. Da mir Klaus 1978 – und auch später – wichtige Tipps zum Harmonikaspielen gegeben hat, schließt sich da für mich ein bisschen auch ein Kreis.Die Kulturschmiede durfte sich im vergangenen Jahr über den „German Blues­ Award“ freuen: Die Jury hat das Gaildorfer Bluesfest zur Nummer eins in Deutschland gekürt. Wie hast du die Nachricht damals aufgenommen?

Ich hab’ mich natürlich gefreut. Aber warum kam das eigentlich so spät?

Das fragen wir uns auch. – Was macht eigentlich die Faszination Bluesfest aus?

Was mich angeht – und ich bin mir sicher, dass ich da nicht alleine stehe: zwei Tage fast ungetrübte Freude bis zum Überschwang! Wo gibt es das in der Dosis? Die Musik, das Publikum, die spezielle Aura des Veranstaltungsortes direkt am Kocher – für mich passt da alles, und es ist schwer, danach wieder in den Alltag zurückzukehren. Schön, wenn man da wie ich in Gaildorf gute Freunde gefunden hat, die dafür sorgen, dass man getröstet heimfahren kann!

21. Gaildorfer Bluesfest der Kulturschmiede Gaildorf am 3./4. Juli 2009 auf der Kocher-wiese, zweiter Veranstaltungstag Samstag, 4. Juli: Ansager Siegfried "Siggi" Karcher
21. Gaildorfer Bluesfest der Kulturschmiede Gaildorf am 3./4. Juli 2009 auf der Kocher-wiese, zweiter Veranstaltungstag Samstag, 4. Juli: Ansager Siegfried "Siggi" Karcher

 

 

 

 

 

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