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"Blues@School"

Blaue Stunde im Kernersaal: Der Fichtenberger Peter Weller hat für die Zugabe von „Blues@School“ das Schagzeug der Igor Prado Band übernommen, Sängerin Annika Chambers ist angetan.

Blaue Stunde im Kernersaal: Der Fichtenberger Peter Weller hat für die Zugabe von „Blues@School“ das Schagzeug der Igor Prado Band übernommen, Sängerin Annika Chambers ist angetan.

Als Gasttrommler bei Igor Prado: Peter bringt Annika zum Tanzen

Vor dem Bluesfest gibt‘s in Gaildorf „Blues@School“: Die etwas andere Musikstunde mit viel Musik und wenig Text ging gestern zum zweiten Mal über die Bühne.

Igor Prado fährt eine Sonderschicht – als Blueslehrer. Die Band des Gitarristen und Sängers aus Brasilien, in der als Gäste der österreichische Organist Raphael Wressnig und die texanische Sängerin Annika Chambers mitwirken, war gestern nicht nur am Abend auf der Kocherwiese zu hören, sondern bereits am Vormittag im Kernersaal. „Blues@School“ nennt sich das in den USA längst etablierte Programm, das jungen Menschen einen Erstkontakt mit dieser Musikform ermöglicht, die ja eigentlich permanent im Hintergrund tickert, sogar beim Gangsta-Rap.

Kein Interesse an der Harp
In Gaildorf wurde diese Musikstunde der etwas anderen Art jetzt zum zweiten Mal angeboten. Neunt- und Zehntklässler der Parkschule, der Schloss-Realschule und des Schenk-von-Limpurg-Gymnasiums fanden sich gestern vormittag im Kernersaal ein und harrten der Dinge, die da kommen würden. Richard Hänle, Schulleiter im Ruhestand und Mitarbeiter der Kulturschmiede, hatte die Organisation übernommen und auch eine kleine Delegation der Fichtenberger Werkrealschule nach Gaildorf gelockt.

Im Vorfeld hatte Hänle noch versucht, 20 von der Firma Hohner gespendete Bluesharps an die Schüler zu bringen. Die Ausschreibung an den Schulen blieb allerdings ohne Resonanz. Die Bluesharp aber fehlt ohnehin bei diesem Konzert. Dafür steht eine Hammond B3 auf der Bühne, ein Monsterinstrument, dessen Ausdrucksmöglichkeiten einer menschlichen Stimme in nichts nachstehen. Man kann virtuos orgeln darauf, die Meisterschaft des Raphael Wressnig aber zeigt sich in der Beherrschung der Register und der rotierenden Lautsprecher: Er bringt die Orgel zum Knurren und Heulen, zum Toben und zum Brüllen. Es wird nicht viel erklärt an diesem Vormittag – das konnten die Schulen vorab erledigen. Sie habe im Unterricht über die Blues­geschichte gesprochen, Bluestonleiter und  Bluesschema erläutert, sagt Irmgard Köger, die an der Schloss-Realschule unterrichtet. Ansonsten spricht die Musik für sich selbst. Die Band zeigt in wenigen Stücken, welche Potenzen der Blues birgt: vom munter köchelnden Mitklatsch-Stück mit Reggae-Anmutung bis zum schwergewichtigen Zwölftakter, in dem Annika Chambers ihr gewaltiges Stimmpotenzial offenbart und Igor Prado in einem ausgedehnten Solo demonstriert, wie man Spannungsbögen aufbaut.
Mit der Zeit lichten sich die Reihen der jugendlichen Zuhörer. Die Mehrheit aber bleibt, guckt und horcht, zeigt Neugier, bisweilen unverstellte Begeisterung. Und zur Zugabe naht dann Peter Wellers große Stunde. Der 15-jährige Drummer der Fichtenberger Schulband darf am Schlagzeug von Yuri Prado Platz nehmen und kriegt die schönste Lektion seines jungen Musikerlebens.

Klares Urteil: „Sehr geil“
„Ganz schön nervös“ sei er gewesen, berichtet er hinterher, auf der Bühne aber lässt er sich nichts anmerken, gibt einen Grundschlag vor und hält ihn durch, behutsam gestützt von der präzise groovenden Band und möglicherweise auch vom Anblick der tanzenden Annika Chambers.

Ein anderer Trommler hat zugeschaut und zugehört. Benedikt Feuchter, Neuntklässler der Schloss-Realschule, spielt ebenfalls Schlagzeug in der Schulband. „Sehr geil“, findet er die Igor Prado Band. Wenn’s klappt, sagt er, werde er sie sich am Abend auf dem Bluesfest noch einmal anhören. Da kann er dann auch Peter Weller nochmals treffen. Der gilt jetzt offiziell als Bluesfest-Musiker und hat freien Eintritt.

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Igor Prado
Igor Prado, re: Raphael Wressnig

Organist Raphael Wressnig mit Bassist Rodrigo Mantovani und Schlagzeuger Yuri PradoOrganist Raphael Wressnig mit Bassist Rodrigo Mantovani und Schlagzeuger Yuri Prado

 

 

 

 

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